Neuromerchandising am Point of Sale

 

Wie nehmen wir als Menschen den Verkaufsraum im stationären Einzelhandel wahr und worauf gründet unser Verhalten? So sehr wir auch auf unsere modernen Einkaufstätten stolz sind: Man kann nicht darüber hinwegsehen, dass sich das Grundprinzip der Gestaltung dieser Einkaufstätten seit Jahrtausenden nicht verändert hat. Was wir mit Multisensorik im stationären Handel erreichen möchten ist eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Menschen wohlfühlen, und das nicht nur auf bestimmte Zielgruppen bezogen, sondern auf alle Kunden. Wenn man Multisensorik im stationären Handel ernsthaft betreiben möchte, macht es keinen Sinn, sich auf ein oder zwei Sinneswahrnehmungen zu konzentrieren. Das ist aber oft der Ansatz. Die meisten Fehler, die im stationären Einzelhandel gemacht werden, entstehen durch Nicht-Berücksichtigung der Kontextabhängigkeit der menschlichen Wahrnehmung. Nur wenn alle Elemente der Multisensorik, wie zum Beispiel die Materialien, Farben, Beschallung und Beduftung, im Kontext zueinanderstehen, kann eine durchgehende positive Wahrnehmung erzeugt werden.

 

 

Einkaufen erzeugt Glücksgefühle, das ist eindeutig bewiesen. Wobei man sehr klar feststellt, dass nicht der Besitz der Dinge das Glücksgefühl auslöst, sondern der Erwerb selbst.  Um es zu erklären, nicht der Besitz des gehorteten Toilettenpapiers macht mich glücklich, wohl kaum, sondern der Erwerb. Das Glücksgefühl stellt sich nur in dem Moment ein, in dem es mir gelungen ist, die Rollen aus dem Regal zu nehmen und zur Kasse zu gehen. Wenn der Besitz allein glücklich machte, müsste man sich ja nur jeden Tag, vor seinem Toilettenpapiervorrat stellen und alles wäre gut.

Jetzt wo viele Geschäfte zwangsweise geschlossen sind, erkennen wir langsam wie enorm wichtig, die sinnliche Tätigkeit des Kaufens eigentlich ist. Man erlebt immer auch ein wenig Glück, wenn wir ein Produkt kaufen. Man spricht davon:  “the chase is better than the catch”, was bedeutet: das Jagen ist besser als die Beute. Schon vor der Krise war mir immer klar „Handel ist nicht nur Bereitstellung von Ware, sondern immer auch Begegnung von Menschen.“  Handel besteht eben nicht nur aus Menschen als Kunde, sondern auch aus Menschen, die im Einzelhandel arbeiten. Das was uns allen, Kunden und Verkäufer/rinnen jetzt schmerzhaft fehlt, ist sicher nicht das Gefühl das uns Schuhe, Blumenvasen oder Waffeleisen ausgehen. Sondern was uns fehlt, ist der tägliche Kontakt den der Einzelhandel, durch seine Geschäfte ermöglicht. Sehr ist zu hoffen, dann wenn die Geschäfte wiedereröffnen, wir alle bewusster und anders mit diesen Begegnungen umgehen. So sehr wir alle die großartigen Produkte lieben, die wir kaufen, ohne dem Glück und die Erinnerung an den Moment des Erwerbens, sind sie nur halb so schön.

 

STANDPUNKT 

Bedingter Wert des Glücks

 LZ Nonfood Artikel 2020

Nicht reden sondern etwas sagen

 Achim Fringes, Entwickler des neuromerchandising ®, ist kein Theoretiker, sondern ein mitreißender Handelsmann der ersten Stunde. Wie kein anderer schlägt er Brücken zwischen Wissenschaft, Forschung und dem Handel. Er ist ein „Menschenversteher“, der in seinen energiegeladenen und charismatischen Vorträgen einen tiefen Einblick in die archaischen Entscheidungsprozesse des Menschen gewährt. Zugleich ist er Visionär und ein Mann der Tat am Point of Sale.  Denn für nachhaltigen Absatz und Erfolg haben diese nur eine Chance: Sie müssen ihre Kunden sowie deren Entscheidungen und Kaufprozesse kennen. Sie müssen den Menschen verstehen wie er ist.

 

Wäscheservice im Supermarkt             

25.02.2020 WDR Fernsehen

Das Geschäft mit schmutziger Wäsche lohnt sich: 2019 hat die Reinigungs-Branche 4,5 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Daran wollen nun auch Supermärkte und Drogerien mitverdienen.

 Verführung im Supermarkt

 Im Supermarkt wird nichts dem Zufall überlassen. Weder die Musik, die aus den Lautsprechern dudelt, noch die Positionierung von Wein, Käse oder Süßigkeiten. 

Filme Videos Fernsehen

Mein You Tube Mediathek. Mit unterschiedlichen Beiträge

aus Fernsehsendungen und Interviews

Die Corona-Krise als Charakter- und Wertetest des Handels.

Einige sind durchgefallen.

 Das Verhalten der Kunden im Einzelhandel in der Krise zeigt noch einmal sehr deutlich, dass ein überholtes Modell vom Menschen als Homo oeconomicus, der ausschließlich rein wirtschaftliche und rationale Kaufentscheidungen trifft, nicht stimmen kann. Denn das panische Kaufverhalten während der Krise, ist alles andere als Ausdruck einer rationalen Kaufentscheidung. Die Umgangsform von Verkäufer und Kunden veränderten sich, darüber wurde in der Öffentlichkeit breit berichtet und diskutiert.  Ein anderer Bereich des Einzelhandels stand weit weniger im Fokus der Öffentlichkeit. Die Beziehung der Einzelhandelsunternehmen und Marken, zu Lieferanten, Dienstleister und Vermietern in der Krise.

Handel ist Wandel

Handel in Zeiten der Krise

 Dieser Satz ist wahrscheinlich so alt wie der Handel selbst. Seit ich 1971 meine Lehre als Lebensmitteleinzelhändler antrat, bin ich in Einzelhandel und Industrie tätig. Die Zeit im Handel war immer begleitet vom Wandel. Konzepte, Sortimente änderten sich, genau wie die Relevanz bei den Kunden. In meiner Zeit erfolgte der Wandel bisher in einer Geschwindigkeit, die Zeit ließ, Strategien und Anpassungen zu entwickeln. Plötzlich ist alles anders, über Nacht fegt ein nie dagewesener Orkan über die Einzelhandelslandschaft.

Referenzen

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© Achim Fringes